2. Liga
6. Spieltag 01.07.2019
Spielbericht von ZEIT ONLINE
Oh oh. Eigentlich hatte media:net das Spiel im Griff. Die Blauen standen recht sicher in der Abwehr und konterten bei Gelegenheit effektiv: Nach einem schmerzhaften 0:2-Rückstand gelang ZEIT Online aber kurz vor dem Seitenwechsel durch Stürzi das 1:2, dem media:net indes umgehend das 1:3 folgen ließ. Ernüchterung! Schlecht gelaunt ging's in die Pause.

Nach dem Wechsel eine ähnliche Situation. ZEIT Online spielt ganz gut, aber media.net hat das Match unter Kontrolle. Bis nach etwa 40 Minuten plötzlich der Nummer 4 die Nerven durchgehen: Direkt vor den Augen von Schiedsrichter Pierre vollführt er einen Kopfstoß gegen Zeit-Online-Spieler Paul. Der Referee hat keine Wahl: Rot.

Schiedsrichter-Grandseigneur Manne betrachtet die Sache von außen und ist sich sofort sicher: Hier ist eine drastische Strafe angesagt. Auf vier Spiele Sperre für den medianet-Spieler Jan Westphal sollen sich die Schiedsrichter nach dem Abpfiff einigen: "Bei so einer Tätlichkeit geht es nicht anders, da kenne ich keine Gnade", sagt Manne.

Die Zeitonliner mühen sich derweil in Überzahl sechs gegen fünf darum, doch noch den Ausgleich und eventuell sogar den Sieg zu erzielen. Lange vergeblich. Media:net verteidigt mit Mann und Maus.

Erst nach vielen vergebenen Chancen glückt die Wende: Matthes schafft das 2:3, Stürz das 3:3 und Abwehrheld Maxi schafft in 58. Minute das 4:3 - per Foulelfmeter. Die Weißen jubeln.

In einem letzten Konter hat media.net sogar noch einmal die Chance zum Ausgleich, doch der Stürmer trifft das leere Tor nicht (59.), er semmelt den Ball über die Latte.

Am Ende ein verdienter Sieg für Zeit Online. Media.net indes darf sich ärgern über drei komplett verschenkte Punkte. Und vier Spiele Sperre für Nr. 4. jig
Spielbericht von media:net
2. Liga, 6. Spieltag 3:4 gegen Zeit Online

Spielbericht

Team media:net kann derzeit verletzungsfrei aus dem Vollen schöpfen und glaubte es sich sogar leisten zu können, mit Niels einen verdienten Spieler aus dem Kader rotieren zu lassen. Die Startaufstellung sah folgendermaßen aus: Dirk wie immer im Tor; davor Pete in der Defensivzentrale, flankiert von Tom und Kevin; im Mittelfeld begannen Steven und Jan; als Sturmspitze machte Martin den Anfang; und von der Bank kamen Tim, Daniel, und Nico. Und auch neben dem Platz sah es gut aus, denn der Fanzuspruch war größer denn je.

Das Spiel gegen den Tabellennachbarn begann sehr gut für die Blau-Weißen, die dem spielstarken Gegner zwar mehr Ballbesitz überließen, dann aber nach Ballgewinn immer wieder schnell umschalten konnten und sich auch schnell Abschlussmöglichkeiten erspielten. Die erste Großchance setzte Martin aus spitzem Winkel von rechts an den Außenpfosten, wenig später hätte er eine präzise Flanke von Pete vielleicht zuerst mit der Brust stoppen können, brachte ihn stattdessen mit dem Kopf nicht aufs Tor. Anders dann Tim, der direkt nach seiner Einwechslung mit der ersten Aktion das 1-0 machte. Er bekam im Mittelfeld den Ball, setzte sich gegen zwei Abwehrspieler durch, und schob den Ball dann präzise mit links ins lange Eck. Und wenn Tim schon trifft, dann bleibt es bekanntlich zumeist nicht bei dem einen Tor. Folgerichtig ließ er kurze Zeit später gegen nun geschockte Gegner mit einem satten Schuss den zweiten Treffer folgen. Auch vom Anschlusstreffer der Zeit nach einem Freistoß ließ sich das gut organisierte Team media:net nicht beeindrucken und stellte umgehend den 2-Tore-Vorsprung wieder her. Bei einem Konter über links behielt Kevin die Übersicht und spielte im richtigen Moment Martin frei, der ohne Probleme zum 3:1 einschießen konnte. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang sollten die zahlreichen Fans von media:net dann aber leider ein anderes Spiel zu sehen bekommen. Die Zeit hatte sich längst nicht in ihr Schicksal ergeben und es entwickelte sich ein durchaus hitziges Spiel in den ersten Minuten nach der Halbzeit, in denen es auch immer wieder zu den berühmten Nickligkeiten und verbalen Scharmützeln kam. Während eines solchen ließ sich dann leider Jan zu einer Tätlichkeit (Kopfstoß) gegen einen Gegenspieler hinreißen und wurde dafür mit der roten Karte bestraft. Und sofort schlug die Zeit zu: nach einem Angriff über rechts war die Verteidigung nach dem Platzverweis noch unsortiert und konnte den Querpass vors Tor nicht unterbinden. Am langen Pfosten musste der Stürmer der Zeit nur noch den Fuß hinhalten: nur noch 3-3! In Unterzahl gelang es media:net daraufhin nur noch selten für Entlastung zu sorgen und es entwickelte sich eine Abwehrschlacht, in die sich alle aufopferungsvoll gegen den Ausgleich stemmten. Vor allem Steven sei hier hervorzuheben, der mehrfach Gegenspieler über den halben Platz verfolgte und in der Abwehr durch gute Antizipation viele Bälle eroberte. Doch schließlich sollten alle Mühen umsonst gewesen sein. Wiederum kam eine scharfe Hereingabe von rechts aufs Tor, die der sonst klasse haltende Dirk diesmal nicht zu fassen bekam und die dann direkt im langen Eck einschlug. Und damit leider noch immer nicht genug. In der letzten Minute gab es sogar noch einen Siebenmeter für die Zeit – auch dies eine korrekte Entscheidung. Dirk war zwar im richtigen Eck, konnte den strammen Schuss ins linke Eck aber nicht parieren. Und weil es noch dicker kommen musste bekam Tim sogar nach einem Missverständnis der sonst so starken Abwehr der Zeit noch den Ausgleich serviert, wollte locker einschieben, zielte aber in leichter Rücklage knapp über das Kreuzeck.

Dann war Schluss. Ein herber und zugleich unnötiger Rückschlag um die Plätze und für die Moral. Jan wusste natürlich, dass seine Aktion die Niederlage eingeleitet hatte und entschuldigte sich nach Spielschluss beim Team. Das Management stellt klar, dass so etwas nie wieder passieren darf.

Spieler des Spiels: Steven, diesmal nicht als Torschütze unterwegs, dafür ging er ab wie Schmitz‘ Katze und schien den Vorsprung allein verteidigen zu wollen.

Nächster Spieltag: Der nächste Spieltag ist am 15.7. um 19:15 gegen VICE Media.